Neue Forschungen sprechen nicht mehr von einer Spielsucht

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Immer wieder ist in den Medien von süchtigen und problembehaften Spielern die Rede – aus diesem Grund traten US-Politiker dafür ein, das Online-Spiel in ihrem Land nicht zu legalisieren (obwohl sie tatsächlich hierbei gegen die entgangene Spielsteuer angingen).

Nichtsdestotrotz stellt sich die Frage, ob gewohnheitsmäßiges Spielen tatsächlich als "Sucht" betrachtet werden sollte. An dieser Stelle scheinen australische Wissenschaftler eine Antwort gefunden gefunden zu haben. Der Behandlungseinrichtung für Spielsüchtige in Sydney ist eine Hochschule angegliedert. Die dort mitarbeitenden Forscher sind davon überzeugt, dass das "Spielen" nicht die Art von Sucht ist, die man jahrelang angenommen hatte. Entsprechend können sie nun eine weit bessere Behandlung als je zuvor anbieten.

In einer aktuellen Presseverlautbarung wird Dr. Fadi Anjoul mit der Bemmerkung zitiert, die Idee der "Spielsucht" sei weit verbreitet, aber beschreibt das betreffende Phänomen nur mit einer großen Unschärfe. Anjoul ist bereits seit 15 Jahren mit der Behandlung so genannter "Spielsüchtiger" vor Ort direkt betraut. Anjoul fiel auf, dass normale Suchtphänomen wie Toleranz und Entzugserscheinungen (wie sie im Zusammenhang mit Alkohol und Drogen auftreten) bei Spielern nicht zu beobachten sind. Hieraus leitet Anjoul ab, dass das regelmäßige Spielen präziser als "fehlgeleitete Besessenheit" beschrieben werden sollte. Anders gesagt: Bisher so genannte "Spielsüchtige" treffen wiederholt gewohnheitsmäßige Entscheidungen, die angesichts mangelnder Informationen (über die Gefährlichkeit des Spielens) getroffen werden. Spielen hat nämlich nichts mit biologischen Prozessen zu tun, die von den Betroffenen nicht kontrolliert werden könnten.

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Diese Beschreibung des Spielerverhaltens enthält wichtige Konsequenzen für Behandlungsprozesse: Verhalten, welches sich aus mangelhaft begründeten Entscheidungen ergibt, kann durch kognitive Therapieansätze erfolgreich behandelt werden. Betroffene erkennen, aus welchen Gründen sie in ihrem konkreten Fall zum Spielen motiviert bzw. gedrängt werden ‐ und können daraufhin lernen, ihre Einstellung zum (Glücks-)Spiel und ihre Beteiligung daran zu ändern.

Nach jahrelanger Forschung hat Dr. Anjoul einen innovativen ‐ kognitiven ‐ Behandlungsansatz entwickelt. Dieser weist gegenüber den Therapien, die das Spielen als Sucht bzw. Krankheit enthalten, deutlich verbesserte Ergebnisse auf. Anjoul glaubt, dass der Grund für seine Erfolge wie folgt zu erklären ist: Traditionelle Therapien für Spieler zielen darauf, lediglich die Handlungsimpulse der Betroffenen zu behandeln. Dies führt jedoch nach Therapieabschluss zu hohen Rückfallraten, was beim neuen Therapieansatz Anjouls bei weitem nicht der Fall ist.

Prof. Alex Blaszczynski ist Leiter der psychologischen Fakultät der Universität und Experte für Verhaltensprobleme im Zusammenhang mit regelmäßigem Glücksspiel. Er hält die neuen ‐ kognitiv betonten ‐ Erkenntnisse der Behandlungseinrichtung für hochinteressant; er hält die im Vergleich zu anderen Therapieansätzen weitaus besseren Behandlungsergebnisse und die geringeren Rückfallraten durchaus für vielversprechend.

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